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Abb.: M. Zalewski

Berliner Institut für Islamische Theologie

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Promotionsprojekt: Das ethische Denken des Abū l-Ḥasan al-Māwardī (gest. 450/1058) Eine Untersuchung des Kitāb adab ad-dunyā wa-d-dīn und seines Transferpotenzials für eine gegenwärtige islamische Ethik

Bahattin Akyol, M.A.

 

In diesem Dissertationsprojekt soll das ethische Denken des šāfiʿitischen Gelehrten Abū l-Ḥasan al-Māwardī aus dem 5./11. Jahrhundert erschlossen werden. Dies geschieht durch eine Studie seines Werkes Adab ad-dunyā wa-d-dīn („Verhaltensregeln in der Welt und in der Religion“). Dafür werden das Werk und seine Struktur untersucht, kontextualisiert und mit anderen Werken in Beziehung gesetzt. Anhand ausgewählter Konzepte und Begriffe wie beispielsweise ṣalāḥ (Wohlergehen), ulfa (Verbundenheit), maʿrūf (das bekannte Gute) und ʿadl (Gerechtigkeit) werden ethische Positionierungen und Begründungszusammenhänge analysiert. Eine besondere Rolle spielt dabei die Frage, inwiefern die Vernunft als Quelle des richtigen Handelns dienen kann und in welchem Verhältnis sie zu Normen steht, die durch die Offenbarung gegeben sind. Im zweiten Teil liegt der Fokus auf dem Transferpotenzial. Die untersuchte klassische ethische Theorie al-Māwardīs wird anhand ausgewählter Probleme der Gegenwart auf ihre Transferierbarkeit hin geprüft, wobei die Frage einer passenden Methode zur Aktualisierung gestellt wird. Diese Arbeit soll auch einen Beitrag zur Konzeption eines Forschungsfelds der “Islamischen Ethik” innerhalb der Islamischen Theologie leisten.

 

Das Promotionsprojekt entsteht im Rahmen des von der AIWG ermöglichten Forschungsprojekts Wege zu einer Ethik: Neue Ansätze aus Theologie und Recht zwischen modernen Herausforderungen und islamischer Tradition. Es ist daher sowohl in den Forschungszusammenhang der Professur für Islamische Glaubensgrundlagen, Philosophie und Ethik eingebunden als auch in die standortübergreifende Forschungsgruppe in Berlin und Frankfurt am Main.