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▼ Zielgruppen ▼

Berliner Institut für Islamische Theologie

Organisationsstruktur

Das Institut für Islamische Theologie wird als Zentralinstitut an der Humboldt-Universität zu Berlin etabliert. Nach der Eröffnung, die durch eine Fakultät erfolgt, soll es in eigenständiger Verantwortung Berufungsverfahren durchführen, Studien- und Prüfungsordnungen erlassen, Prüfungen durchführen und akademische Grade verleihen.

Das Zentralinstitut wird zunächst mit sechs Professuren eingerichtet. Zwei der Professuren werden gemeinsam mit zwei Nachwuchsgruppen vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Professuren anderer Fakultäten können über eine Zweitmitgliedschaft gemäß Paragraph 29 VerfHU an das Zentralinstitut angebunden sein.

 

Beirat

Gründungs-Berufungskommission

Institutsrat

Satzung

Studienordnung

Promotion und Habilitation

 


 

Beirat

Im Beirat des Berliner Instituts für Islamische Theologie werden drei (Die Islamische Gemeinschaft der schiitischen Gemeinden Deutschlands e.V., der Zentralrat der Muslime in Deutschland e.V. und die Islamische Föderation in Berlin e.V.) statt – wie ursprünglich vorgesehen - fünf Verbände vertreten sein. Die Aufnahme weiterer Verbände ist nach den Regeln der Kooperationsvereinbarung möglich.

Bezüglich des Beirates des Institutes wurde festgehalten: Die stimmberechtigten Mitglieder des Beirates und ihre Stellvertreterinnen oder Stellvertreter werden gemäß § 3 Abs. 6 der Kooperationsvereinbarung vom für die Hochschulen zuständigen Mitglied des Senates bestellt. Es ist selbstverständlich, dass keine Personen bestellt werden, von denen bekannt ist, dass sie in der Vergangenheit beispielsweise durch Positionierungen hervorgetreten sind, die mit dem Grundgesetz und der freiheitlich-demokratischen Grundordnung nicht vereinbar sind.

Der Beirat des Instituts für Islamische Theologie setzt sich gemäß der Kooperationsvereinbarung zwischen der Humboldt-Universität, den Verbänden und der Senatskanzlei – Wissenschaft und Forschung wie folgt zusammen:

  • jeweils eine theologisch ausgewiesene Vertreterin oder ein Vertreter der Islamischen Föderation in Berlin e.V., der Islamischen Gemeinschaft der schiitischen Gemeinden Deutschlands e.V. sowie des Zentralrats der Muslime in Deutschland e.V.
  • zwei Personen islamischen Glaubens, die die Einstellungsvoraussetzungen für Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer der Islamischen Theologie oder einer fachnahen Wissenschaft erfüllen.

Entsprechend dieser Vereinbarung wurden nun folgende Personen in den Beirat berufen: 

  • Lydia Nofal, Zentralrat der Muslime in Deutschland e. V. - Landesverband Berlin
  • Dr. Mohammad Djavad Mohagheghi, Islamische Gemeinschaft der schiitischen Gemeinden Deutschlands e. V.
  • Mustafa Özdemir, Islamische Föderation in Berlin e. V.
  • Prof. Dr. Jamal Malik, Universität Erfurt
  • Prof. Dr. Schirin Amir-Moazami, Freie Universität Berlin

Darüber hinaus wurden gemäß der Kooperationsvereinbarung zwei Vertreter der Humboldt-Universität – mit Antragsrecht und beratender Stimme – in den Beirat berufen:

  • Prof. Dr. Eva Inés Obergfell, Vizepräsidentin für Lehre und Studium an der HU
  • Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Wolfgang Huber, Honorarprofessor an der HU, Altbischof von Berlin.

 

Gründungs-Berufungskommission

Die Gründungs-Berufungskommissionen werden durch den Fakultätsrat der Philosophischen Fakultät eingesetzt und das Berufungsverfahren der sechs Professuren wird durch die Philosophische Fakultät durchgeführt. Den Berufungskommissionen sollen unter anderen Mitglieder jener Fakultäten angehören, in denen die zu berufenen Professoren eine Zweitmitgliedschaft erhalten sollen. Die Zuordnung der Zweitmitgliedschaft der Professoren zu einer Fakultät erfolgt mit Einsetzen der Berufungskommissionen nach Rücksprache mit den entsprechenden Fakultäten. Nach Verabschiedung der Listen durch den Fakultätsrat der Philosophischen Fakultät ist eine Entscheidung des Fakultätsrates der Fakultät, in welcher eine Zweitmitgliedschaft erlangt werden soll, gemäß Paragraph 29 BerlHG einzuholen.

Bei späteren Berufungen im Anschluss an die Besetzung der ersten sechs Professuren werden gemeinsame Berufungskommissionen gemäß Paragraph 74 BerlHG durch den Zentralinstitutsrat und den Fakultätsrat, derjenigen Fakultät, welcher der jeweilige Professur oder Juniorprofessur zugeordnet werden soll, eingesetzt.

Vier der professoralen Mitglieder der Gründungs-Berufungskommissionen werden über eine Zweitmitgliedschaft an das ZI angebunden und bilden für die Etablierungsphase die professoralen Vertreter des Institutsrates.

 

Institutsrat

Der Institutsrat soll aus vier Professorinnen und Professoren sowie aus je einer Person der Mitgliedergruppen akademischer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Studierende und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Service, Technik und Verwaltung mit Stelle am Zentralinstitut bestehen. Wobei die Mitglieder von der jeweiligen Gruppe gewählt werden sollen. In der Etablierungsphase werden Mitglieder der Gruppen der akademischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Studierende und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Service, Technik und Verwaltung durch die Vertreterinnen und Vertreter der Mitgliedergruppen des Fakultätsrates der Philosophischen Fakultät nach Vorschlag durch den Gründungsbeauftragen benannt.

 

Satzung

Eine Satzung wird durch eine Kommission unter Federführung des Gründungsdirektors unter Einbeziehung der EPK erarbeitet und durch den für die Etablierungsphase gebildeten Institutsrat des ZI verabschiedet. Die Satzung regelt eine Wahl der Institutsratsmitglieder nach Besetzung der vier Professuren des Instituts.

 

Studienordnung

Ziel ist es, zur Ermöglichung des Studienbetriebs zum Wintersemester 2019/20 erste Studienordnungen (insbesondere für die Bachelorstudiengänge) durch eine Kommission unter Leitung des Gründungsdirektors und unter Einbeziehung externer Fachwissenschaftlerinnen - und wissenschaftler zu erarbeiten. Die LSK wird in diese Ausarbeitung einbezogen. Die Verabschiedung der Studienordnung erfolgt durch den für die Etablierungsphase gebildeten Institutsrat.

 

Promotion und Habilitation

Es soll dem Eckpunktepapier folgend die Möglichkeit der Individualpromotion vorgesehen werden, wobei das Promotionsrecht und Habilitationsrecht gemäß Paragraph 83 BerlHG in Verbindung mit Paragraph 71 BerliHG beim ZI läge. Eine Verständigung über den zu vergebenen Promotionstitel sowie zum grundsätzlichen Verfahren wird im Rahmen des Concilium Decanale erfolgen.

Seit dem Inkrafttreten des Gesetzes zur Modernisierung des Hochschulzugangs und zur Qualitätssicherung von Studium und Prüfung vom 20. Mai 2011 bedürfen die Promotionsordnungen nicht mehr der Bestätitung durch die Senatsverwaltung, sondern durch das Präsidium der jeweiligen Hochschule. Die Promotionsordnungen werden nach Beschluss des Institutsrates des ZI an die FNK zur Stellungnahme weitergegeben. Bei positiver Stellungnahme des FNK wird der Entwurf dem Präsidium zur Bestätitung vorgelegt.

Aufgrund der Größe des ZI und der Besonderheiten, welche sich aus der theologischen Ausrichtung ergeben, soll das mögliche Verfassen einer Promotionsordnung erst nach der Besetzung der vier (sechs) Professuren durch das ZI  und Wahl eines Institutsrates erfolgen. Eine Zweitmitgliedschaft von Mitgliedern anderer Fakultäten im ZI begründet gemäß Paragraph 29 Abs. 2 alle Rechte der Mitarbeit in der akademischen Selbtverwaltung im ZI. Entsprechendes gilt für eine Habilitationsordnung.