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Berliner Institut für Islamische Theologie

Ernennung von Prof. Dr. Serdar Kurnaz

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Serdar Kurnaz studierte in Frankfurt am Main an der Goethe-Universität Islamische Religion, jüd.-christl. Religionswissenschaften und Pädagogik, promovierte dort auch im Fach Islamische Studien. Kurnaz war von 2015 bis 2016 Direktor am Schweizerischen Zentrum für Islam und Gesellschaft der Universität Freiburg (Schweiz) und war von 2016 bi 2019 Junioprofessor für Islamische Theologie an der Akademie der Weltreligionen der Universität Hamburg. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehört Islamisches Recht und seine Methodologie, islamische Ethik und Rechtsphilosophie, Hermeneutik der schriftlichen Quellen des Islam, Koranexegese und Geschichte des Hadith. 

 

Fünf Fragen an Herrn Kurnaz anlässlich seiner Ernennung zum Professor am 10. Januar 2020:

Was wird Ihr wichtigster Beitrag beim Aufbau des BIT sein?

Insbesondere an der Profilschärfung des Instituts und an der nationalen sowie internationalen Vernetzung des BIT möchte ich arbeiten bzw. darin einen Beitrag leisten. Damit sollen die Studierenden Perspektiven geöffnet werden, schon während des Studiums unterschiedliche Ansätze aus der islamischen Theologie zu erlernen, indem sie verschiedene Optionen, die islamische Tradition zu studieren, durch die Vernetzung, die sich in mannigfacher Form manifestieren können, wahrnehmen können.

Welche Forschungsfrage treibt Sie derzeit um?

Derzeit treibt mich die Frage um, wie das islamische Recht, sowohl der Tradition als auch den zeitgenössischen Anforderungen an der Universität, gelehrt und fortgeschrieben werden kann. Zudem möchte ich die Frage stellen, wie die muslimische Tradition für Fragen der Rechtsphilosophie und der angewandten Ethik einen Beitrag leisten kann.

Wie lautet Ihr Motto für die Lehre?

Dafür zitiere ich gerne Goethe: „Wer fertig ist, dem ist nichts recht zu machen; ein Werdender wird immer dankbar seyn.“ In diesem Sinne ist Lehren auch immer Lernen.

Mit welchen Akteuren außerhalb des BIT werden Sie in 2020 zusammenarbeiten?

Im Rahmen des Projekts „Wege zu einer Ethik“ werden wir mit den Datteltätern* den Kontakt suchen, um eine Brücke zwischen muslimsicher Alltagsrealität und islamisch-theologischer Forschung zu bauen. Darüber hinaus ist der Kontakt zu den Gemeinden denkbar.

Wie ist Ihr erster Eindruck von Berlin?

Berlin ist groß, ordentlich und zugleich unordentlich, aufregend und vielfältig; manchmal fühlt sich der Alltag und die Eingewöhnung in Berlin so an, wie ich nach Meinungen und Argumenten in der reichen Literatur der muslimischen Tradition suche: Man weiß nicht recht, wo man anfangen soll; hat man einmal angefangen, kann man kaum aufhören.

* einer Gruppe von Youtubern